Auf einen Blick

El padre de todos nosotros

Hier werden sie noch einmal geschlagen, die alten ideologischen Schlachten um Kommunismus und Kapitalismus. Hinter den Debatten in "Unser aller Vater" der venezolanischen Gruppe TET scheint einmal mehr die Frage auf, wie wir heute eigentlich leben wollen. Die Presse hat das Ergebnis ebenso bewegt wie die ¡Adelante!-Kurator*innen.

Wie lebt es sich in Venezuela? Und was wissen Sie über das Land? Mehr erfahren Sie in unserem Länderporträt und im Quiz.

Biografie

TET

Das 1972 in Caracas (Venezuela) von Eduardo Gil gegründete TET ist eine Gruppe, deren Arbeit auf Erforschung, Entwicklung und Darstellung von Theaterkunst ausgerichtet ist: nicht nur durch Inszenierungen, sondern auch durch Workshops, Seminare und Vorträge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von Anfang an galt ihr größtes Augenmerk der Ausbildung der Schauspieler*innen und der experimentellen Beziehung zwischen theatraler Darstellung und Zuschauern.

Über Venezuela

Komplexe Krise

Fast täglich hört die Welt von Venezuelas Tragödie. Dieses Land ist in ein Klischee verwandelt: den Beweis für die Katastrophe des Sozialismus. Abgesehen von der internationalen Berichterstattung und der offensichtlichen Wirtschaftskrise: Was ist Venezuela? Welche Unglücksfälle haben dieses Land mit seiner geografisch privilegierten Lage veranlasst, die Seiten der internationalen Zeitungen mit Bildern der Armut zu füllen?

Backyard

El padre de todos nosotros (Unser aller Vater)

David Desola

Fünf Geschwister diskutieren den Verkauf eines Videos ihres verstorbenen kommunistischen Vaters an Coca-Cola, die daraus einen Werbespot machen wollen. Der Spot wird schließlich zu einem Vorwand, um den ganzen familiären Schmutz hochzuspülen, der letztlich nichts anderes ist als der skandalöse Mediensumpf, in dem wir tagtäglich versinken. Die Misere einer Familie stellt sich dar: “Unser aller Vater” ist die aktuelle Stimme für jedes einzelne Stückchen Wahnsinn unserer Gegenwart. Eine Tragikomödie.

El padre de todos nosotros (Unser alle Vater)
von David Desola
Regie: Guillermo Díaz Yuma, Produktion: Centro de Creación Artística TET, Elizar Anka, Licht: José Manuel Rueda, Mauricio Celimén, Guillermo Díaz Yuma, Kostüme: Larisa González, Bühne: Enrique González Atay, David Olaves, Grafik: Lya Bonilla, Werbung: Iván Dalton, Jorge Alfonzo, Sergio Palma, Fotografie: Alejandra Gutiérrez, Amanda Yukency, Sergie Palma, Mitarbeiter*innen: Elizar Anka, Enrique González Atay, David Olaves, Sergio Palma, Bella Aboulafia, Rosa Díaz, Sponsoren Tomás Pablo Frez.
Mit: Sara Azocar, Patricia Castillo, Ivan Dalton, Silvie Gouverneur, Richard Mercad.
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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